Lebe ich mein „Wenn Geld keine Rolle spielen würde“-Leben?

Welche von meinen im letzten Post beschriebenen „Wenn Geld keine Rolle spielen würde“-Elementen setze ich bereits in meinem jetzigen Alltag um bzw. wo ist noch Potential?

Das Reisen.
Dieser Kern meines skizzierten Lebensentwurfs ist aktuell nicht realisierbar. Aber durch mein monatliches Sparen komme ich meiner Traum-Reise immer näher und spätestens im Sommer 2019 geht es endlich los, für mindestens ein halbes Jahr. Bis dahin muss ich mich mit normalen Urlauben und dem Lesen von Reiseblogs zufriedengeben. Es ist aber auch schön, so ein großes, wertvolles Ziel vor Augen zu haben und darauf hinzuarbeiten bzw. zu sparen.

Vegan leben.
Es ist möglich, das auch jetzt schon zu tun; ich könnte noch heute damit anfangen. Was mich von den 100% abhält ist zum einen mein Job und die ständigen Versuchungen, die durch offizielle oder inoffizielle Käse-Verkostungen im Büro entstehen. Zum anderen fehlt mir aber auch das persönliche Commitment und die bewusste, feste Entscheidung, auch keine Milchprodukte mehr zu snacken oder z.B. Milchschokolade zu naschen. Wenn ich es in einer Zahl ausdrücken müsste, würde ich sagen, dass ich heute zu 90% vegan esse und koche. Ich habe ewig keine Eier mehr gekauft und gegessen, und esse zumindest Zuhause, also nach der Arbeit, weniger Käse.
Ich bin hier auf dem richtigen Weg, glaube aber, dass ich nicht zu 100% vegan werde, solange ich diesen Job mache. Und was das Entdecken von Restaurants und Cafés angeht: Da ist auf jeden Fall noch Potential, hier in Köln gibt es Einiges, was ich noch ausprobieren möchte.

Sport.
Er spielt schon jetzt eine große Rolle in meinem Leben, aktuell natürlich besonders und fast ausschließlich das Laufen. Aber auch das Radfahren durch Köln genieße ich meistens sehr. Ich würde gerne auch mal längere Fahrradtouren machen, z.B. am Rhein entlang runter nach Koblenz.
Mit Yoga komme ich im Moment nur noch durch Instagram in Kontakt, da ich dort sehr vielen Yogis folge, die auf ihren Bildern wunderschöne gelenkige graziöse Posen an tollen Orten machen. Ich finde diese Bilder schön anzusehen; sie inspirieren mich aber nicht in dem Maße, dass ich es selbst versuchen möchte. Ein Yoga-Retreat sehe ich für mich nur als Teil einer langen Reise als Möglichkeit.

Konsum/Minimalismus.
Check✔! Seit einigen Monaten verfolge ich diesen Ansatz ziemlich konsequent, und fühle mich super damit. Ich habe mir nur eine Handvoll materieller Dinge neu gekauft (Drogerieartikel und die gebrauchten Kleidungsstücke von Kleiderkreisel zähle ich da bewusst nicht zu).

Weiterbildung/Persönlichkeitsentwicklung.
Einen großen Teil meiner Freizeit nutze ich dafür. Ich lese sehr viel auf Blogs, die mich thematisch meist natürlich schon interessieren, durch die ich aber zu diesen Themen noch mehr erfahre und lerne. Gestern z.B. habe ich das erste Mal auf dem Blog „Zen Habits“ über Themen wie Minimalismus und das Praktizieren von Dankbarkeit und Achtsamkeit gelesen.
Seit einigen Wochen lese ich im Buch „A New Earth“ von dem spirituellen Autor Eckhart Tolle und konnte daraus bereits einige Gedanken und Ansätze für mich mitnehmen. Unter anderem durch das Buch bin ich in diese Arbeitswoche mit viel mehr Elan und positiver Energie gestartet als letzte Woche. Und nach dem Ansatz „your output creates/defines the input“ habe ich mir vorgenommen, gegenüber all meinen Mitmenschen offen, freundlich, hilfsbereit und einfach lieb zu sein, auch wenn ich natürlich nicht bei jedem das Gefühl habe, mit ihm „auf einer Wellenlänge“ zu sein.
Für mich gehört hier auch dazu, dass ich das Meiste auf Englisch lese, um mein Leseverständnis zu verbessern und neues Vokabular zu lernen. Schade, dass dadurch mein Sprechen allerdings nicht flüssiger wird!

Mein Menschen-Umfeld.
Sebi ist mein Lieblingsmensch und mein Anker. Auch wenn er nicht alle meine Interessen und Werte teilt, können wir wunderbar zusammenleben und sehr viel Zeit miteinander verbringen und der Grund dafür ist Toleranz, Verständnis, ja und einfach große Liebe! Und durch unsere beiden Vollzeitjobs kommt das mit den 50% wahrscheinlich jetzt schon ganz gut hin, wenn auch auf meiner Seite eher unfreiwillig.
Natürlich liebe ich auch meine anderen guten Freunde und verbringe gerne Zeit mit ihnen, aber jetzt kommt das Aber:
Hin und wieder wünsche ich mir einen guten Freund, mit dem ich mich richtig intensiv über manche Themen austauschen kann. Zum Beispiel über vegane Rezepte, vegane Sportlerernährung (auch wenn ich nicht vegan bin, beschäftige ich mich trotzdem sehr viel mit diesen Themen), Fitness, Nachhaltigkeit im Großen und Ganzen und im Alltag, Achtsamkeit, Minimalismus, bewusstes Leben…
Ich denke da spontan an jemanden wie kris.the.cat, deren instagram Beiträge ich sehr inspirierend finde. Ich kann zwar Sebi all das erzählen und weiß, dass ich ihn damit nicht nerve, aber schöner wäre es doch, mich mit jemandem austauschen zu können, bei dem das Interesse genauso hoch ist wie bei mir. Nur wie finde ich so jemanden? Über Social Media? Hm, den Gedanken parke ich jetzt erstmal.

Perfekt wäre natürlich, wenn ich mich auch im Job mit diesen Themen beschäftigen und mich dazu austauschen könnte. Umso mehr, da ich in der Woche so viele Stunden im Büro verbringe…

Freiwilliges Engagement.

Hier habe ich ein Steigerungspotenzial von 100%, da ich aktuell gar nichts tue. Ich habe schon öfter mal mit dem Gedanken gespielt, da mein Arbeitgeber seinen Mitarbeiter zu verschiedenen Formen des Engagement leichten Zugang bietet, in Form einer „Börse für ehrenamtliches Engagement“. Aber meine eigene Motivation war noch nie so groß, um damit anzufangen, da muss ich ganz ehrlich sein.
Aktuell steht es auch nicht auf meiner direkten Agenda, weil mir die Zeit nach einem Arbeitstag ohnehin schon so kurz vorkommt. Das scheint eine Sache zu sein, die bei mir ganz stark vom Umfang meiner Freizeit abhängt.


Sooo! Um hier mal eine Bilanz zu ziehen: Ich bin glücklich, feststellen zu können, dass ich einige von meinen, ich nenne es mal Herzensangelegenheiten, schon heute trotz Vollzeitjob in meinen Alltag integriere!
Daher bin ich schon jetzt zufrieden und glücklich mit meinem Leben, und ich weiß auch, dass ich dafür ganz schön viele Gründe habe. 🙂

Meinen Job sehe ich mehr oder weniger als notwendiges Übel, das aber insofern sehr wertvoll und wichtig ist, dass es mir jetzt und zukünftig (Stichwort Reise) finanzielle Freiheit ermöglicht.
Aber: Mein größter Traum ist ein passives Einkommen. Um meinen Traum-Lebensentwurf leben zu können. Und um das zu erreichen, muss ich mir etwas einfallen lassen.

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